Reiterin mit der AXION Equestrian Crystal AURORA Airbag-Reitweste beim Reiten

Airbag-Reitweste bei Dressurarbeit, Ausritt oder jungem Pferd: sinnvoll?

Nicht die Höhe eines Hindernisses ist die Gefahr, sondern der Verlust des Gleichgewichts.

Viele Reiterinnen und Reiter tragen ihre Airbag-Reitweste noch immer nur beim Springtraining oder auf dem Turnier. Bei der Dressurarbeit, beim Ausritt oder auf einem als ruhig geltenden Pferd bleibt die Weste mitunter im Schrank. Die Überlegung scheint logisch: weniger Höhe, weniger Geschwindigkeit, also weniger Risiko.

Die Wirklichkeit ist differenzierter. Ein Sturz kann im Schritt, bei einer plötzlichen Kehrtwende, durch Ausrutschen oder einen einfachen Gleichgewichtsverlust geschehen. Das bedeutet nicht, mit Angst im Sattel zu sitzen. Es bedeutet lediglich, dass die im Kalender eingetragene Disziplin nicht die ganze Geschichte einer Einheit erzählt.

Bei der Dressurarbeit wirkt das Risiko unspektakulär — vorhanden ist es trotzdem

Arbeit auf dem Platz kann kontrollierbar erscheinen, weil sie in einer geschlossenen Reitbahn ohne feste Hindernisse stattfindet. Doch ein plötzliches Losstürmen, Stolpern, Scheuen, ein Gleichgewichtsverlust in einer Übergangssituation oder die Reaktion auf ein Geräusch können die reitende Person vom Sattel trennen.

Auch reiterliches Können schließt diese Möglichkeit nicht aus. Erfahrene Personen erkennen mehr im Voraus, reiten aber mitunter auch jüngere, stärkere oder sensiblere Pferde. Erfahrung verringert bestimmte Risiken, beseitigt sie jedoch nicht.

Eine Airbag-Reitweste bei der Dressurarbeit zu tragen, ist deshalb weniger Ausdruck von Angst als eine Sicherheitsroutine. Wie das Schließen des Kinnriemens vor dem Einreiten wird auch dieser Handgriff irgendwann selbstverständlich.

Beim Ausritt verändert die Umgebung alles

Im Gelände treffen Pferd und reitende Person auf Faktoren, die sich nicht kontrollieren lassen: Fahrzeuge, Hunde, Wildtiere, Fahrräder, tief hängende Äste, weicher Boden, Metallabdeckungen, enge Passagen oder eine auseinandergezogene Gruppe. Selbst ein verlässliches Pferd kann auf eine ungewohnte Situation reagieren.

Auch der Ort beeinflusst die Folgen eines Sturzes. Unebener Boden, ein Baumstumpf, ein Graben oder die Entfernung zu möglicher Hilfe können einen gewöhnlichen Sturz schwieriger machen.

Die Airbag-Reitweste ist daher auch beim Ausritt sinnvoll, solange sie kein falsches Gefühl der Unverwundbarkeit vermittelt. Sie ersetzt weder den Reithelm noch eine geeignete Route, ein geladenes Telefon oder die Information an eine nahestehende Person, wenn man allein ausreitet.

Mit einem jungen Pferd die Einheit so betrachten, wie sie wirklich ist

Ein junges Pferd ist nicht automatisch gefährlich. Es befindet sich schlicht in der Ausbildung. Seine Reaktionen können deutlicher, weniger vorhersehbar und noch nicht ausreichend steuerbar sein. Der erste Ausritt, ein unbekannter Gegenstand, ein unruhiger Aufstieg oder ein anderes Pferd, das sich entfernt: Oft beginnt das Risiko mit einem Detail.

In diesem Zusammenhang kann die Airbag-Reitweste Teil eines umfassenden Vorgehens sein:

  • in einem geschlossenen, übersichtlichen Bereich arbeiten;
  • sich bei den ersten Schritten begleiten lassen;
  • die Ausrüstung vor dem Aufsteigen kontrollieren;
  • die Ausbildung an Alter und Lernstand des Pferdes anpassen;
  • auf eine Einheit verzichten, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen.

Der beste Schutz bleibt die Entscheidung, die getroffen wird, bevor sich eine Situation verschlechtert.

Kann das Auslösegeräusch das Pferd erschrecken?

Ja, beim Auslösen entsteht ein kurzes, deutliches Geräusch. Normalerweise erfolgt es jedoch erst, wenn sich die reitende Person bereits vom Sattel trennt. Dann hat die Begrenzung möglicher Sturzfolgen Priorität.

Es ist weder sinnvoll noch empfehlenswert, die Weste in der Nähe des Pferdes auszulösen, um es „daran zu gewöhnen“. Eine Kartusche ist nur einmal verwendbar, und ein improvisierter Test kann eine Reaktion hervorrufen, ohne einen nützlichen Lerneffekt zu erzielen. Gewöhnen Sie das Pferd stattdessen an die getragene Weste, die Bewegungen im Sattel und die Reißleine, ohne jemals absichtlich am Mechanismus zu ziehen.

Funktioniert eine mechanische Airbag-Reitweste im Gelände?

Ja, sofern sie gemäß ihrer Gebrauchsanweisung angebracht und mit dem vorgesehenen Befestigungspunkt am Sattel verbunden ist. Ihre mechanische Funktion hängt weder vom Mobilfunkempfang noch von einer Batterie ab.

Kontrollieren Sie vor dem Aufbruch vier Punkte:

  1. die Kartusche entspricht exakt dem Modell und der Größe der Weste;
  2. der Sattelgurt ist korrekt am Sattel befestigt;
  3. die Reißleine ermöglicht normale Bewegungen, ohne übermäßig lang zu sein;
  4. die Weste ist geschlossen und wird als äußerste Schicht getragen, außer unter einem ausdrücklich kompatiblen Kleidungsstück.

Wenn Sie für einen Ausritt den Sattel wechseln, stellen Sie das System erneut ein. Eine auf einen Dressursattel abgestimmte Reißleine ist nicht automatisch für eine andere Konfiguration richtig eingestellt.

Sollte man sie jedes Mal tragen?

Diese Entscheidung liegt bei jeder reitenden Person selbst, sollte sich aber am tatsächlichen Risiko und nicht an der Bezeichnung der Einheit orientieren.

Stellen Sie sich einige einfache Fragen: Ist das Pferd vertraut? Ist der Ort geschlossen? Bin ich allein? Ist der Boden eben? Gibt es etwas Neues in der Einheit? Bin ich aufmerksam genug zum Reiten? Je mehr unbekannte Faktoren zusammenkommen, desto weniger schlüssig ist es, die Airbag-Reitweste in der Umkleide zu lassen.

Umgekehrt darf eine Schutzausrüstung niemals dazu verleiten, etwas zu versuchen, das man ohne sie ablehnen würde. Eine Airbag-Reitweste kann bestimmte mögliche Folgen mindern; sie verhindert weder den Sturz noch jede Verletzung.

Die eleganteste Sicherheit ist die, über die man nicht mehr verhandeln muss

Eine leichte, richtig sitzende und in das Outfit integrierte Airbag-Reitweste lässt diese Gewohnheit selbstverständlich werden. Die Modelle von AXION Equestrian wurden entwickelt, um Bewegungen zu begleiten, ohne Schutz zu einer optischen Einschränkung zu machen. Die Preciosa-Kristalle werden von Hand angebracht, denn auch Sicherheitsausrüstung darf echte Ausstrahlung besitzen.

Springen, Dressurarbeit, Gelände oder junges Pferd: Es geht nicht darum, welche Disziplin eine Airbag-Reitweste „verdient“. Entscheidend ist, welches Maß an Vorsorge Sie auch an ganz gewöhnlichen Tagen beibehalten möchten.

Lesen Sie ergänzend unseren Leitfaden zur Befestigung am Sattel und entdecken Sie die Airbag-Reitwesten von AXION Equestrian.

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